The First Avenger: Civil War

The First Avenger: Civil War
Die Marvel Studios haben wieder zugeschlagen – mit „The First Avenger: Civil War“ gehen die „Avengers“ in ihr drittes Abenteuer. Nach „The Return of the First Avenger“ (2014) und „Avengers: Age of Ultron“ (2015) folgte nun die langersehnte Fortsetzung und der insgesamt 13. „Marvel Cinematic Universe“-Film. Mit 148 Minuten ist „The First Avenger: Civil War“ auch gleichzeitig der längste Marvel-Film, der es bislang auf die Leinwand geschafft hat. Für die Regie waren Joe Russo und Anthony Russo verantwortlich; das Buch wurde von Stephen McFeely und Christopher Markus geschrieben. Natürlich sind auch altbekannte Gesichter wie Chris Evans, Robert Downey jr., Scarlett Johansson, Jeremy Renner und auch Sebastian Stan zu sehen.

Avengers vs. Avengers

Es ist die Doppelmoral, gegen welche es die Superhelden in „The First Avenger: Civil War“ zu tun haben. Der neueste Marvel-Film könnte auch ein gelungener Polit-Thriller sein, wenn es nicht die Superhelden wie Iron Man oder Captain America geben würde. „The First Avenger: Civil War“ schließt an die Vorkommnisse des letzten Teils an: Die amerikanische Regierung ist der Meinung, es bräuchte deutlich mehr Kontrolle über die Superhelden und deren Wirken.
Es wird eine Instanz geschaffen, die in weiterer Folge dafür sorgen soll, dass die Superhelden nur dann einschreiten, wenn sie auch „aktiv“ werden sollen. Dass natürlich im Land der „unbegrenzten Möglichkeiten“ die Bürokratie nicht zu kurz kommen darf und die Superhelden auch Berichte schreiben müssen, steht außer Frage. Unterstützung findet der Plan von Tony Stark (Robert Downey Jr.), dem Iron Man, der aus eigener Erfahrung weiß, was passiert, wenn man alleine gegen die Kräfte des Bösen vorgeht („Avengers: Age of Ultron“). Doch Steve Rogers (Chris Evans), Captain America, ist nicht begeistert von der Schaffung einer Instanz. Auch er weiß, was möglich sein könnte, wenn Organisationen ihre Hand ausbreiten und mitunter positive Entwicklungen für ihre Macht missbrauchen.

Das komplexe Universum

Es mag schon fast an Arbeit erinnern, wenn die Drehbuchautoren Vorgeschichte um Vorgeschichte erzählen und dem Zuseher ein Gesamtkonstrukt präsentieren, das keine Fehler mit sich bringt und am Ende eine größere Geschichte ergibt.
Das liegt vor allem auch daran, weil „The First Avenger: Civil War“ tatsächlich auf eine Vielzahl anderer Filme zurückgreifen muss, die im Rahmen des „Marvel Cinematic Universe“ bereits gedreht wurden bzw. noch gedreht werden. Auch das Spiderman-Reboot („Homecoming; Juli 2017) und „Black Panther“ (Frühjahr 2018) müssen bereits – wie die Avengers-Movies „Infinity War 1 und 2“ (2018 und 2019) – berücksichtigt werden.
Doch auch wenn penibel auf alle vorangegangen Filme und noch in Zukunft erscheinenden Geschichten geachtet wird, sind es mitunter die Entwicklungen der Protagonisten, die mitunter nicht von allen Fans wohlwollend aufgenommen werden. An erster Stelle steht Captain America. Während Captain America in „The Winter Soldier“, dem Vorgängerfilm von „The First Avenger: Civil War“, noch überzeugt hat, haben die Drehbuchautoren doch mit der Schwierigkeit zu kämpfen, die Rolle des Captain America in die heutige Zeit zu transferieren. Politischer Umbruch, Pech in der Liebe – all das, was den Captain America der Vorzeit ausgemacht hat, ist definitiv weg.

Ein Feuerwerk an Special Effects

Dass natürlich Filme, die aus dem Hause Marvel kommen, mit imposanten Bildern und Szenen begeistern, ist de facto kein Geheimnis. Auch in „The First Avenger: Civil War“ gibt es wieder unzählige Action-Szenen, die aber keinesfalls als „zuviel“ wahrgenommen, sondern vom Publikum beinahe schon „verlangt“ werden.
Untermalt, mit der Musik von Henry Jackman, der auch schon in „The Winter Soldier“ für die musikalische Untermalung verantwortlich war, ergibt „The First Avenger: Civil War“ ein kleines Kunstwerk, das sich problemlos in die Reihe der Marvel-Filme eingliedern kann.

Mein Fazit zu The First Avenger: Civil War

„The First Avenger: Civil War“ sollte nicht als Nachfolge-Movie der Captain America-Reihe gesehen werden, sondern als dritter tatsächlicher Avengers-Film. Und wer unter diesem Gesichtspunkt die 148 Minuten verfolgt, wird am Ende zufrieden – wenn nicht sogar begeistert – sein. Dass bei „The First Avenger: Civil War“ nicht „Gut gegen Böse“ aktiv ist, sondern „Gut auf Gut“ trifft, macht „The First Avenger: Civil War“ die Sache um noch eine Spur interessanter.

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