Gran Turismo 6 – Review

 

Jeder der schon einmal die Rennsimulation Gran Turismo gespielt hat, wird sich innerhalb weniger Sekunden in das aktuelle Spiel einfinden. Es gibt wieder alt bekannte Cups wie den Clubman oder den Sunday Cup und auch die Klassiker-Strecken wie Autumn Ring oder Deep Forest Raceway dürfen nicht fehlen. Es müssen zahlreiche Lizenzprüfungen durchgeführt werden, um weitere Wettbewerbe in höheren Klassen freizuschalten.

Abwechslung muss sein und so ist das auch beim 6. Teil der Gran Turismo – Reihe. Ihr könnt zahlreiche Herausforderungen annehmen, zum Beispiel die Sache mit dem Sprit. So sollt ihr mit einem Liter Sprit möglichst weit kommen.  Das führt zu spannenden Fahrweisen, denn es geht schließlich nicht nur darum, möglichst stur das Gaspedal durchzutreten, sondern um Taktik.

Auch bekommt ihr öfters Einladungen zu diversen Veranstaltungen. Das Goodwood Festival of Speed ist hier nur einmal als Beispiel zu nennen. Ihr dürft dabei mit exotischen Flitzern und schicken Oldtimern über die Rennstrecke heizen. Auch ein Mondausflug gehört zu den abgefahrensten Events in „Gran Turismo 6“. Ihr erkundet dabei den Erdtrabanten mit einem speziellen Mondfahrzeug. Vielleicht ist das etwas Fehl am Platz, aber witzig ist es allemal.

 

Die Grafik von Gran Turismo 6

Es gibt wie immer einen umfangreichen Fuhrpark, welcher als Aushängeschild der Gran Turismo – Reihe gilt und wieder einmal stellt sich die Frage „Muss das sein?“ Jeder Autonarr wird jetzt natürlich „Ja“ schreien. Die Wahl des Gefährts fällt nicht leicht, denn die Macher des Rennspiels haben eine beachtliche Anzahl von 1200 Autos aufgestellt, die nur darauf warten gefahren zu werden. Kein Wunsch bleibt da mehr unerfüllt und selbst der größte Autoliebhaber wird zufrieden gestellt. Dennoch kommt „Gran Turismo 6“ nicht ohne Kompromiss aus.

Die Liste der Autos kann noch so beeindruckend sein, es täuscht leider nicht darüber hinweg, dass auch Vorgängerfehler übernommen wurden. So haben zahlreiche Wagen immer noch keine Inneneinrichtung und auch die Grafikqualität lässt teilweise zu Wünschen übrig. Das ist sehr schade, aber es lässt sich natürlich auch darüber streiten, ob man diverse Honda Modelle aus den 90er Jahren braucht oder nicht.  Auch die Motorengeräusche müssen an dieser Stelle kritisiert werden, denn nach PS-Kraftprotzen klingen diese leider nicht. Es sei aber anzumerken, dass die Planung läuft dieses Problem rauszupatchen. Allerdings merkt man immer wieder, wie viel Liebe die Entwickler/innen von Polyphony Digital in die Autowelt von „Gran Turismo 6“ stecken. So werden zum Beispiel auch Texte zu den verschiedenen Modellen angezeigt, die interessante Informationen beinhalten.

 

Als weiteres Plus sei auf jeden Fall das Wetter, was dynamisch ist, genannt und der Wechsel zwischen Tag und Nacht ist auch erwähnenswert. Es ist nicht nur eine Umsetzung gelungen die sehr realistisch ist, sondern die Dynamik der Autorennen wird damit auch verändert. Kommt es in „Gran Turismo 6“ zum Beispiel zu starkem Regen, wird eure Sicht sehr stark beeinflusst, was das Spiel sehr realitätsnah wirken lässt. Noch sind die Wetterumschwünge nicht bei allen Strecken einsetzbar, allerdings soll das ein kommender Patch ändern.

 

Fazit zu Gran Turismo 6

Wie immer muss man sich die Frage stellen ob ein Spiel, das viel bietet, besser wird. In diesem Punkt steht Gran Turismo 6 auf jeden Fall auf dem Siegertreppchen. Langeweile wird bei 1200 Autos und über 30 Rennstrecken nicht so schnell aufkommen. Auch die Kaffeepausen sind durch die abwechslungsreichen Herausforderungen sehr interessant und gelungen. Der Real Driving Simulator holt technisch alles aus der PS3 heraus, was diese zu bieten hat. Das neue Wettersystem wertet das Spiel deutlich auf und damit hebt es sich gut von der Konkurrenz ab. Allerdings wurden auch Altlasten in den 6. Teil der Rennreihe übernommen.

Die zwei unterschiedlichen Qualitätsklassen des Fuhrparks sind nicht sehr schön, aber darüber kann man hinwegsehen. Was da schon sehr viel ärgerlicher ist, ist die recht stumpfe künstliche Intelligenz der übrigen „Fahrer“. Nicht nur das es dem Rennen den Spaß nimmt, es ist auch sehr schade das sich die Gegner nicht wehren, sondern stur ihre Runden drehen. Auch das das Schadensmodell aus dem Spiel entfernt wurde, ist ärgerlich. Man kann „Gran Turismo 6“ vielleicht als bestes Gran Turismo aller Zeiten ansehen, aber es ist definitiv nicht das allerbeste Rennspiel. Es richtet sich eher an diejenigen, die am Sonntag ihr Auto liebevoll mit der Hand pflegen, als an die, die mit High-Speed-Boliden über die Strecke heizen und ein spannendes Kräftemessen zelebrieren wollen.

Kommentare (1)

  1. Bin auch voll und ganz eurer Meinung. Ich hatte ebenfalls vor das Spiel auf meiner Seite zu testen, jedoch kam ich zeitlich nicht dazu. Besonders gefällt mir bei GT6 die abwechslungsreichen Events, wie z.B. das Mond-Event.

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