Drake Album „Views“ – eine Rezension

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Während in Deutschland fast niemand die Musik von Drake kennt, ist er in Nordamerika bereits zum Superstar geworden. Der Rapper, der mit Hip Hop sein Geld verdient, hat mit „Views“ sein viertes Album auf den Markt gebracht und ist in den Vereinigten Staaten, in Großbritannien und in Kanada auf Platz 1 geschossen. In Deutschland stieg „Views“ auf Platz 11 in die Charts ein. In den USA und Kanada waren bis jetzt alle Alben („Thank me later“ [2010], „Take Care“ [2011], „Nothing was the Same“ [2013] und „Views“ [2016]) Nummer 1-Hits.

Wer ist dieser Drake?

Drake ist ein kanadischer Rapper, der – streng genommen – in Deutschland diese Bezeichnung wohl gar nicht bekommen würde. Er macht Hip Hop mit Gefühl, lässt sich mittels elektronischen Tricks die Stimme verzerren und ist – so jedenfalls Kritiker und Musik-Experten – auf einer ähnlichen Stufe wie die kürzlich verstorbenen Musiker Prince und David Bowie. Dass Hip Hop vorwiegend von Macht, Reichtum, politischem Widerstand und auch Stärke handelt, ist kein Geheimnis. Die Musik des Ghettos, wie sie gerne genannt wird, durchlebte in den letzten Jahren aber einen enormen Wandel. Nicht auch deshalb, weil Drake seine Platten aufnahm.

Mit „Views“ hat Drake abermals ins Schwarze getroffen. Er singt über die Liebe, singt über Leidenschaft und auch über Sehnsucht. Es ist eine Platte für Männer, die vielleicht Liebeskummer haben; es ist auch ein Album für Männer, die gerne Balladen und gefühlvolle Songs hören, sich aber nicht öffentlich bekennen möchten, Fans von „romantischen Liedern“ zu sein. Doch Drake hat auch diese Personengruppe aufgefangen und ihnen eine musikalische Heimat gegeben.

Wenig Hip Hop, mehr Pop

Drake ist zwar Rapper, hat aber auf „Views“ beinahe mehr Popsongs aufgenommen, sodass man auch meinen könne, dass das neueste Album nur sehr wenig mit Hip Hop zu tun habe. Es sind Geschichten, die er mit musikalischem Können unterlegt hat und hat auch kein Problem damit, dass er auch über Gefühle singt, die tatsächlich untypisch für das Genre sind.

Auf „Views“ (Link zu Spotify) sind wieder zahlreiche Gaststars zu finden – so etwa PARTYNEXTDOOR („With You“), Pimp C & dvsn („Faithful“) und auch Wizkid and Kyla („One Dance“). Aber auch Future („Grammys“) und Rihanna („Too good“) sind auf „Views“ zu hören.

Drake „Views“ – mein Fazit

Das Album überzeugt mit 20 Songs, die allesamt Ohrwurm-Qualitäten haben. Dass Drake mit Sicherheit keine Alternative für „richtige Rapper“ ist, mag – nach seinem bereits vierten Album – kaum überraschen. Doch „Views“ ist das perfekte Album für Männer, die vielleicht unter Liebeskummer leiden, eine Frau haben, die sie lieben, die auch Schwächen haben und mitunter nicht immer wissen, was sie wollen.

Doch auch wenn Drake gerne über männliche Probleme singt und seine Sicht der Dinge aus der männlichen Perspektive erzählt, spricht er mit diesem Werk auch das andere Geschlecht an.

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