ArcheAge – Guide

ArcheAge Guide
Das Sandpark MMO ArcheAge ist kein 08/15-MMORPG, bei dem es reicht, grob einem Tutorial zu folgen, die Hauptquest zu erledigen, durch die Zonen zu streifen und drauf zu bauen, dass sich im Endgame schon alles findet. Ich möchte Euch auch als passionierter Einzelspieler mit diesem Guide die Feinheiten des Asien-Imports näher bringen.

Die Charakter-Erstellung: Da fängt es schon an

Auf welchem Server soll ich anfangen?

Es gibt keinen deutschen Server in ArcheAge, auch keinen inoffiziellen. Der größte europäische Server ist Kyprosa. Danach kommen Dahuta, Shatigon und Eanna. Diese vier Server sind die größten und ältesten. Daher solltet Ihr dort anfangen, wenn Ihr Wert darauf legt, auch in ein paar Monaten noch mit möglichst vielen Spielern zusammenzuzocken, wenn sich der Hype um ArcheAge etwas gelegt hat. Allerdings ist es auf diesen Servern auch schwieriger, die begehrten Bauplätze zu finden. Die sie in ArcheAge begrenzt.
Wenn Ihr eher einen „leeren“ Server bevorzugt, sind die drei neuen Nui, Janudar und Nebe zu empfehlen.

Am besten ist es, auf einem Server zu spielen, auf dem Ihr schon Freunde habt, die Euch aufnehmen. ArcheAge ist auf jeden Fall ein Spiel, das man in der Gruppe am besten genießt.

Welche Klasse soll ich spielen?

Das mit den Klassen ist relativ kompliziert in ArcheAge. Es gibt 120 verschiedene. Denn jede Klasse setzt sich aus der Kombination von drei Skill-Linien zusammen, die ihr frei aus einem Pool von elf Linien wählen könnt. Es ist also nicht so wie in WoW oder WildStar, dass man sagt: „Ich bin ein Krieger“ – und dann ist man ein Krieger.

Es ist daher wichtig, grundlegend zu verstehen, wie sich die einzelnen Skill-Linien verhalten und was man als „Mix“ benötigt, um einen spielbaren Helden zu erhalten.

Die meisten erfolgreichen Klassen-Kompositionen gehen davon aus, dass man eine „offensive“ Skill-Linie nimmt, eine defensive Skill-Linie und eine für die Beweglichkeit und Agilität. So kommen typische PvP-Charaktere zustande.

Die offensiven Skill-Linien

Dabei gibt es bei den „offensiven“ Skill-Linien die Wahl zwischen Kampfeszorn und Bogenschießen unter denen, die körperlichen Schaden anrichten. Kampfeszorn ist alles, was im Nahkampf passiert. Die Linie eignet sich daher als guter Anfang für Klassen, die auf das Spiel eines Tanks oder offensiven Nahkämpfers hinauslaufen. Bogenschießen ist selbsterklärend.
Andere offensive Fähigkeiten sind Zauberei und Okkultismus. Zauberei läuft auf Caster-DPS mit Flächenschaden hinaus, Okkultismus auf Flüche und Schaden-über-Zeit-Fähigkeiten.

Wenn Ihr nicht gerade einen Heiler spielen wollt, solltet Ihr Euch eine dieser vier Fähigkeiten als erstes herauspicken.

Die defensiven Skill-Linien

Als nächstes hat sich die Wahl einer defensiven Skill-Linien durchgesetzt. Hier stehen zur Auswahl: Verteidigung, damit schützt man sich vor körperlichem Schaden,und Auramantie, das ist ein guter Schutz vor Zauberschaden.

Wenn Ihr einen Tank oder einen besonders defensiven Bogenschützen oder Zauberer spielen möchtet, könntet Ihr auch eine offensiven Linie nehmen und beide defensiven.

Das sind gebräuchliche Varianten, die im PvP durchaus eine Funktion erfüllen: Kampfeszorn/Verteidigung/Auramantie ist der Abolisher zum Beispiel, ein klassischer Tank.
Verzichtet Ihr hingegen auf beide defensive Skill-Linien, solltet Ihr Euch nicht erwischen lassen, dann spielt Ihr eine sogenannte „Glass-Cannon“: Teilt aus wie ein Pferd, steckt ein wie eine Mücke.

Die Sonderlinien: Schattenspiel und andere

Die aktuell beliebteste Skill-Linie ist das Schattenspiel. Die verleiht Verstohlenheit und überlegene Mobilität. Fast jede im PvP erfolgreiche Klasse hat Schattenspiel als eine ihrer Hauptsäulen.
Heiler benötigen Vitalismus, das ist die Heil-Linie in ArcheAge.

Mit Hexerei kann sich jede Klasse noch zusätzliche Kontroll-Fähigkeiten mit in den Mix holen.

Und mit der Sangeskunst werden zusätzliche unterstützende Zauber möglich – die Skill-Linie gilt im Moment leider als die schwächste.

Und was spiel ich nun? Gibt’s auch eine Level-Skillung?

In anderen MMORPGs ist es so, dass man für das Leveln auf die Höchststufe eine spezielle Skillung nimmt und dann im Endgame fürs PvP auf eine andere schwenkt. Bei ArcheAge geht das nicht, weil man diese andere Skillung dann erst hochleveln müsste. Denn Ihr könnt zwar beliebig die Skill-Linien wechseln, müsst diese dann aber auch erst auf Eure Stufe bringen. Daher solltet Ihr das spielen, was Ihr auch am Ende wirklich spielen wollt.

Die populärsten Kombinationen sind heute: Eine offensive Skill-Linie, eine defensive Skill-Linie und Schattenspiel.

Als besonders beliebt gelten:

  • Der Darkrunner (Kampfeszorn, Auramantie, Schattenspiel) – Eine fiese Schurkenvariante, die sich selbst gegen Magie-Schaden schützt.
  • Primeveal (Bogenschießen, Auramantie, Schattenspiel) – Eine Bogenschützenvariante, die sich ebenfalls vor Zaubern schützt.
  • Trickster (Bogenschießen, Schattenspiel, Hexerei) – Eine offensivere Variante, die Magieschutz gegen noch mehr Offensive durch die Kontrollfähigkeiten tauscht.

Und wie läuft das Spiel ab?

Die klassische Methode: Questen

Die Hauptquest von ArcheAge ist so eine Art langgezogenes Tutorial und reicht ungefähr bis Stufe 30. Ihr erkennt Sie an den grünen Fragezeichen. Die solltet Ihr auf jeden Fall immer fleißig machen, denn sie belohnt Euch mit „Gilda-Sternen“, von denen könnt Ihr Euch wertvolle Design-Pläne kaufen. Außerdem führt Euch die Hauptquest zu Quest-Gegenden, die Eurem Level entsprechen. Ihr könnt wenig falsch machen, wenn Ihr dem roten Faden folgt.
Am besten läuft das Questen mit ein paar Freunden, dann rauscht man geradezu durch die Story.

Beim Questen in ArcheAge solltet Ihr auf versteckte Quests achten. Von denen gibt es erstaunlich viele. Mobs mit markantem Namen hinterlassen Quest-Gegenstände. Wenn Ihr in einem Gebiet eine bestimmte Anzahl von Gegnern besiegt, bekommt oft Ihr Bonus-Exp. Hier lohnt es sich, einen Schritt vom Weg abzugehen.

Die andere Methode: Landbesitz und Craften

In ArcheAge könnt Ihr auch die Stufen bis auf 50 aufsteigen, ohne dass Ihr Quests erledigt. Denn die Handwerksberufe geben Erfahrungspunkte und zwar nicht zu knapp.

Gerade wenn Ihr ein Stück Land besitzt, das Ihr Euch mit der Vogelscheuche sichert und später noch ein Haus danebenstellt, könnt Ihr Bäume oder Pflanzen anbauen und ernten. Ihr könnt aber auch auf die Pirsch gehen: In Höhlen nach Mineralvorkommen suchen oder in der freien Natur Bäume umschlagen. Dabei solltet Ihr bei Pflanzen und Bäumen darauf achten, dass sie schon ausgewachsen sind. Vom „Entwurzeln“ habt Ihr nichts außer Scherereien mit dem Gesetz.

Dabei solltet Ihr Euch nach Möglichkeit auf bestimmte Handwerksberufe spezialisieren. Wenn Ihr jeweils 10.000 Punkte in einem Handwerk erreicht habt, könnt Ihr in die nächste Stufe aufsteigen. Das bringt einige Vorteile mit sich wie bessere Rezepte oder geringeren Arbeitspunkte-Verbrauch.

Tipps und Tricks zu Free2Play und Piraterie

Tipp: Effektiv Leveln über Arbeitspunkte

Eine der effektivsten Methoden, um möglichst schnell Stufen aufzusteigen, läuft über das Crafting. Dafür braucht Ihr nur ein wenig Gold, möglichst viele Arbeitspunkte, ein bisschen Archeum Mondstaub, einige Accesoirs vom Krämer und entweder Leder, Stoff oder Eisen-Ignots, außerdem einen Arkan Handwerks-Trank aus dem Ingame-Shop.

Wenn Ihr diesen Trank einwerft und danach entweder Stoff-, Leder- oder Plattengürtel craftet und die danach mit einem „Abendstein“ wieder in die Einzelteile zerlegt, könnt Ihr unheimlich schnell die Stufen aufsteigen, da Ihr so kaum Materialien braucht und Ihr Eure Arbeitspunkte in Erfahrungspunkte umwandelt.

Tipp: Was mache ich als Free2Play-Spieler?

Als Free2Play-Spieler sollte es Euer dringlichstes Ziel sein, Euch zwei „APEX“-Pakete aus dem Auktionshaus zu besorgen. Die könnt Ihr in Credits, die Ingamewährung tauschen, und Euch damit 30-Tage den „Bezahlspieler“-Status „Patron“ kaufen.
Apex liegen im Moment auf vielen Servern bei circa 60 Gold das Stück. Als Free2Play-Spieler ist das eine gewaltige Summe. Eine Möglichkeit, die zu erreichen, ist es, die Hauptquest durchzuziehen und mit den so erspielten Gilda-Sternen ein Clipper-Design für 50 Sterne auf der Mirage-Insel zu erstehen und das an einen anderen Spieler für möglichst viel Gold zu verscheuern.
Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, bei einem anderen Spieler oder einer Gilde sozusagen zur „Miete“ zu wohnen und sich dort nützlich zu machen.
Die Einschränkungen als Free2Play-Spieler sind in ArcheAge leider extrem und gerade die reduzierte Arbeitspunkte-Regeneration macht vielen zu schaffen.

Und wie werde ich ein Pirat?

Die dritte Fraktion in ArcheAge sind die Piraten, die Gesetzlosen. Denen kann man sich nur anschließen, wenn man so viel klaut, stiehlt und mordet wie irgend möglich. Das ist in ArcheAge das ultimative Endgame. Man sollte diesen Weg nur einschlagen, wenn man es draufankommen lassen möchte und sich mit den Spielmechaniken vertraut gemacht hat.

ArcheAge Guide – abschließende Tipps?

ArcheAge sollte nicht einfach als „nächstes MMORPG“ wie ein WoW-Klon gespielt werden, indem man sich nur auf das Questen konzentriert oder darauf Mobs zu killen. Am besten lernt man das Spiel in einer aktiven Gilde, die Trade-Runs durchführt, in See sticht und PvP betreibt.

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